Montag, 18. Juli 2011

Wie alles Begann....

Es war irgendwann im Jänner, einer dieser verregneten Tage, die man zugerne vollständig im Bett verbringt, Zeitung liest, oder einfach nur döst.
Ich hab mich dazu entschieden, den Laptop anzuwerfen und bisschen im Internet zu surfen - als ich gerade auf einer diese Wellen war, fiel mir eine Anzeige im rechten Anzeigefeld der Autozeitung auf - Sportscarbattle - mach die Rennlizenz, werde Rennfahrer...

Ok, so wie Collin McRae kann ich schon fahren - hat mir zumindest meine PS3 bescheinigt und auch der Polizist letzten Sommer hat mich gefragt, ob ich denn Rennfahrer wär - auch er hat es offenbar sofort erkannt ;)

Jedenfalls fand ich die Anzeige ansprechend und klickte drauf: http://www.sportscarbattle.com/

Ich tippte also meine Daten in die Anmeldemaske und rechnete mir, aufgrund meiner eher geringen Motorsporterfahrung, geringe Chancen aus.

Doch dann, vor 2Wochen die Mail:



Ich muss nicht erwähnen, das ich mich wie ein Schneekönig gefreut habe:
1.) konnte ich den Nissan 370Z fahren
2.) konnte ich den Nissan 370Z auf einer abgesperrten Piste fahren und
3.) hatte ich die Chance auf die nächste Runde in diesem Bewerb

Natürlich macht man sich wenig Gedanken um die nächste Runde wenn man im Internet davon liest, das von 48 Personen lediglich 6 in die nächste Runde kommen - bei allem motorsporttechnischen Respekt den man sich auf der Strasse bitter und teuer erkämpft hatte, wo man Turbos fordern musste, Reifendrücke senkte und Einspritzdüsen justierte um von der Ampel schneller vorne zu sein - einen echten Profi, wie man ihn bei der Veranstaltung als Jury antraf, konnte man mit derartigen pubertären Erfolgen kaum beeindrucken.
Einen guten Start musste man hinlegen, die Kurven optimal im Scheitelpunkt anfahren und rechtzeitig bremsen um nicht geradewegs in den Acker zu rutschen, das waren die Herausforderungen, denen man sich stellen musste.

Ich persönlich sagte mit der Erwartung zu , einen spaßigen Vormittag mit dem 370Z verbringen zu können.

Am Tag der Veranstaltung fanden wir neben Kaiserwetter auch einen kleinen Flugplatz im malerischen Mühldorf zu Testzwecken vor. Alle Teilnehmer (allesamt Männer) waren sichtlich gespannt auf den Tag.
Nach der Anmeldung und bereitgestelltem Frühstück ging es dann auch schon auf den Track - rund 20 Nissan 370Z standen in Reih und Glied für die Teilnehmer bereit - wir suchten uns einen Partner und nahmen in den Geräten Platz und schafften uns einen ersten Überblick.

Das Auto macht einen aufgeräumten Eindruck, die Außenproportionen sind wuchtig und signalisieren: "Ich habe Power", der Innenraum ist wertig ausgestattet - Lederelemente kombiniert mit Kunststoffabdeckungen fügen sich gut in einander. Bevor man sich um die einzelnen Ablagemöglichkeiten kümmern konnte kam schon das "GO" des Instruktors durch das Funkgerät - wir machten die erste Sichtungsfahrt auf die Strecke:


Wir starteten bei den Flugzeugen (im Bild oberhalb des Towers) - Beschleunigten auf etwa 130km/h bis wir bei Punkt A stark bremsten um dann eine Kombination einer schmalen rechts-links Kurve zu überwinden - rausbeschleunigen bis ans Ende der Strecke und Wendemanöver - Vollgas bis über 150km/h auf Strecke B bis zur Kurvenkombination bei C - dort wurde mittels Pilonen ein Ausscheren nach rechts gewünscht um anschließend wieder auf die linke Startbahnseite zu gelangen.

Wir vollzogen die gemeinsame Fahrt einige Male bis wir auf uns allein gestellt den Parcour meistern sollten - der Fokus war hier viel weniger auf einer Spitzenzeit als auf das optimale Ausnutzen von Strecke, Potential des Motors und der Bremsen.
Ich hatte Glück, mein Fahrzeug war super in Schuss und die Automatik schaltete im manuellen Modus sehr sehr gut - das launige automatische Zwischengas machte nicht nur akkustisch viel Freude.

Dennoch machte ich einen Fehler, bei Punkt C brachte ich das Fahrzeug etwas zu steil in die zweite Pilonenreihe und konnte die gute Geschwindigkeit nicht sauber mitnehmen und musste stark bremsen - für mich war´s das dachte ich - immerhin hat man uns zuvor mehr als oft gesagt, das ein Aureiten ins Feld oder ein Auslassen einer Pilonenreihe absolut nicht zuträglich ist, in die nächste Runde zu gelangen.
Ich tröstete mich mit einem sehr schönen, schnellen Vormittag und gab das Steuer an meinen Fahrzeugpartner ab und drückte die Daumen, das es ihm besser ergehen würde - er meisterte die Strecke nahezu perfekt - für mich war klar, er ist weiter.



Bereits um 11:30Uhr war es dann soweit - die besten 3 aus dem Vormittagstermin wurden genannt. Ganz wie ich vermutet hatte, kam mein Fahrzeugkollege für sein Team weiter - er wurde daraufhin gleich vom Kamerateam belagert um wie bei den Profis ein Interview zu führen.
Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, auch ich musste bald so ein Interview führen, Frank - das Jurymitglied für mein Team - hatte mich ausgewählt! Ich konnte es gar nicht glauben aber ihm gefiel meine Herangehensweise und das ich schrittweise versuchte, an meine Grenzen zu gelangen auch wenn ich dann zu schnell war.



Ich freu mich jedenfalls riesig - der nächste Bewerb wird Mitte August ausgetragen und ich bin schon sehr gespannt, was mich dort erwarten wird - ich werde berichten!

lg
Mexx

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