Hallo,
ich bin längst wieder zurück aus Deutschland - leider konnte ich bei der Sportscarbattle in Boxberg nicht gänzlich überzeugen.Hatte einen ganz guten Tag und auch der Fitnesstest vor dem Mittagessen hat mich nicht umgehauen, im Gegenteil, danach war ich voller Energie und gespannt auf den Nachmittag, der in unserer Gruppe das Ziel hatte, das fahrerischen Können unter beweis zu stellen.
ABLAUF
Am Vormittag durften wir Interview führen, einen technischen Defekt in einer gestellten Szene unserer Crew auf Englisch mitteilen, bei einem 370Z Bremsscheiben wechseln und die Flaggenlandschaft am Track studieren. Summa summarum ein entspannter Vormittag.
Am Nachmittag stand Fahren am Programm - damit meine ich nicht Fahren um einfach nur von A nach B zu kommen sondern Fahren um richtig schnell und schneller als alle anderen von A nach B zu kommen ;)
Es begann mit einer "Verfolgungsjagd" - also ein Fahrzeug vor einem, eines hinter einem - ein abgestckter Parcour sollte dann mit möglichst großer Geschwindigkeit durchfahren werden wobei das Ziel war, den Vordermann unter Druck zu setzen und den Hintermann "stehen" zu lassen - nunja, wenn einem da Holger Eckhardt im Genick sitzt ist das nicht gar so einfach.
Was mich persönlich immer wieder verunsichert hat war meine Unterschrift auf so einem komischen Zettel der beinhaltete, das man bei einem Schaden rund 2000Euro aus der eigenen Tasche zahlen soll - das hat mich persönlich etwas gebremst obwohl objektiv sicherlich viel höhere Kurvengeschwindigkeiten drin gewesen wären.
Das finde ich ein wenig Schade und muss ich bei mir ankreiden, da hätte ich mir mehr zutrauen sollen.
Der nächste Abschnitt war dann Driften - meine Spezialdisziplin weil ich das so überhaupt nicht kann - das hat sich dann auch bewahrheitet - von insgesamt rund 5 Turns hab ich 3 versemmelt, einer war mies und einer war halbwegs brauchbar - wichtig für mich war, das ich das Fahrzeug spüren konnte und ich langsam warm wurde mit dem Nissan und meinem Respekt.
Dafür konnte ich beim anschließenden Ausweichmanöver punkten - als mich Dauerdriftweltmeister Harald Müller nach meinem Turn zu sich winkte befürchtete ich schon schlimmen Tadel - als er dann aber an meinem Seitenfenster den Daumen nach oben streckte und sagte "Sehr gut gemacht" - wusste ich, das ich gepunktet hatte. Wichtig für mich da ich in den Disziplinen zuvor gar nicht oder negativ aufgefallen war.
FINALE
Die letzte und entscheidende Disziplin war ein Rundkurs - dieser Rundkurs mit einer Durchschnittlichen Fahrzeug von rund 40Sekunden hatte einige interessante Passagen. Slalom trocken, Kurve rechts hohes Tempo, übergang ins nasse, scharfe linkskurve nass gefolgt von scharfer rechtskurve nass übergang in den trockenen slalom bis zum ziel...
Die Besten meisterten diesen Parcourt mit deutlich unter 40Sekunden - meine Beste selbst gestoppte Runde im Training war bei 38Sekunden - ein sehr sehr guter Wert der sich aber in den drei offiziellen Runden offensichtlich nicht wiederholen lies.
FAZIT
Ich denke, meine Lernkurve an diesem Tag war sehr steil, dennoch habe ich gemerkt, das ich bei der einen oder anderen Übung noch zu zaghaft und gehemmt aufgetreten bin - hier hätte ich mehr aus mir herauskommen müssen um zu zeigen, das ich es wirklich kann.
Jedenfalls konnten sich in meiner Gruppe 10 glückliche Gewinner durchsetzen und traten letzte Woche am Nürburgring gegeneinander an - ich Gratuliere Alex, Florian und Steffen zu Ihrer tollen Leistung, sie treten im direkten Vergleich gegen die Teams von Sabine Schmitz und Michael Krumm an.
Kein leichtes unterfangen denn wie ich von einem Finalisten im Team Krumm gehört habe, ist das Team Krumm schon sehr sehr gut aufgestellt und hat tolle Fahrer am Start.
Ich wünsche jedenfalls allen Battlern viel viel Erfolg auf ihren letzten Metern zur A Lizenz und dem großen Rennen in Winter Endurance Championship Rennen in Zaandvort.
UND HEUTE, nicht verpassen - 22:15 auf Sport1 die Nissan Sportscar Battle in einem Turbo Spezial